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22.05.2013
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Braille
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Louis Braille verunglückte im Alter von drei Jahren in der Sattlerei seines Vaters und erblindete nach und nach. Im Alter von 16 Jahren erfand er die Sechs-Punkte-Schrift. In 63 Kombinationen ergeben die Punkte Buchstaben, Zahlen und andere Schriftzeichen. Bevor sich seine Sechs-Punkte-Schrift als bestes Alphabetisierungsmittel nichtsehender Menschen durchsetzen konnte, mussten Blinde noch mühsam durch Ertasten normale Buchstaben "lesen". Die ersten Bücher mit Braille-Schrift wurden mit einem Stichel durch eine von Braille konstruierten Schablone auf dickes Papier gestochen. Später erleichterten Blindenschriftmaschinen die Übertragung erheblich. Heute können blinde Menschen mit Hilfe der Elektronik auf einer unterhalb der PC-Tastatur angebrachten Schiene sogar den Monitortext Zeile für Zeile lesen. Deshalb trägt diese "Schiene" die Bezeichnung "Braille-Zeile". Eine Braille-Zeile ist eine Lochmaske, durch die Stifte elektronisch hochgedrückt werden und sich zu fühlbaren Zahlen und Buchstaben formen. Inzwischen ist die Braille-Schrift auf acht Punkte erweitert worden; zunächst, um blinden Stenotypisten das Schreiben höherer Silbenzahlen zu ermöglichen. Viele schreiben weit über 300 Silben pro Minute. Heute braucht man acht Punkte aber vor allem, um sämtliche neuen Computer-Zeichen wiedergeben zu können.


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