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21.05.2013
Online Datenbank
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Foto Thomas Hänsgen Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wer körperlich, geistig oder seelisch behindert ist oder wem eine solche Behinderung droht, hat ein Recht auf Hilfe. Dazu gehören auch die Hilfen, die behinderten Menschen einen ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Platz in der Gemeinschaft sichern. Dieser Aufgabe fühlt sich die Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH seit vielen Jahren in besonderer Weise verpflichtet. Mit "barrierefreie kommunizieren!" und "barrierefrei kommunizieren für Kinder und Jugendliche!" mit seinen Standorten in Berlin und Bonn bieten wir behinderten Menschen Raum und Zeit, selbst bestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und Hindernisse zu beseitigen, die ihrer Chancengleichheit entgegenstehen.

Die Möglichkeit, mittels Computer und Internet z. B. Mobilitätseinschränkungen auszugleichen, erhöht nicht nur die Lebensqualität im Alltag der Betroffenen selbst, vielmehr werden auch Angehörige sowie professionell in der Behindertenhilfe Tätige entlastet. Selbstverständlich eröffnet die Beschäftigung mit Computer und Internet auch Ausbildungs- und Berufsperspektiven.

Die uns nun vorliegende dritte überarbeitete Ausgabe von "barrierefrei kommunizieren! Behinderungskompensierende Techniken und Technologien für Computer und Internet" ist ein weiterer Baustein bei der Umsetzung unseres Konzeptes. Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir wie wichtig es ist, über Mittel und Möglichkeiten zu informieren und aufzuklären, die eine Vielzahl bestehender gesundheitlicher Defizite ausgleichen können.
Die große Resonanz auf das Erscheinen der ersten beiden Auflagen, 20.000 Exemplare wurden in kurzer Zeit nahezu gleichmäßig flächendeckend im gesamten Bundesgebiet gezielt verteilt, bestätigte uns darin. Dankbar sind wir über die vielen Reaktionen von behinderten Menschen, deren Angehörigen, von Betreuer/inne/n und vielen Fachleuten. Ihre Hinweise und Anregungen sind in die Erarbeitung der dritten Auflage eingeflossen. Wir wollen auch weiterhin behinderten Menschen helfen, sich die Welt des Computers und des Internets zu erschließen. Sie sollen in der Lage sein, alle Chancen, die das Informationszeitalter bietet, gleichberechtigt zu nutzen.

Sie, liebe Leserinnen, liebe Leser, erhalten mit dieser Publikation erneut eine aktuelle Sammlung behinderungskompensierender Techniken und Technologien. Dabei haben wir Produkte verschiedener Hersteller und Anbieter recherchiert und zusammengestellt. Eine Empfehlung für einzelne Produkte und Anbieter wurde bewusst vermieden. Die Neuauflage haben wir auch zum Anlass genommen, qualitativ neue Ansätze vorzustellen. Die gemeinsame Darstellung der Hard- und Softwareprodukte entspricht dem internationalen Trend, der in einer immer stärker werdenden Durchdringung beider Bereiche besteht. Neu haben wir den Teil Fachbeiträge aufgenommen. Da sich technische und technologische Entwicklungen rasant vollziehen, kann auch diese Auflage keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Für weitere Hinweise sind wir sehr dankbar. Ihre Vorschläge können in unsere Datenbank www.barrierefrei-kommunizieren. de/datenbank aufgenommen werden.

Das Buch und die ständig aktualisierte Datenbank dienen Betroffenen, Angehörigen, Betreuerinnen und Betreuern als Orientierungshilfe und Leitfaden. Die Verfasser möchten Berührungsängste abbauen helfen und ermutigen, die Chancen von Computer- und Internetnutzung trotz Behinderung erkennen zu können. Technisch hochwertige Hilfsmittel sind kostenaufwendig. Um ihre maximale Wirksamkeit entfalten zu können, sollten sie individuell erprobt sein, bevor sie erworben werden. Unsere Handreichung ersetzt allerdings nicht die Beratung im Einzelfall. Nähere Informationen können die jeweiligen Hersteller bzw. Vertreiber liefern. Eine Kontaktaufnahme ist über die bei den einzelnen Produkten angegebenen Adressen und das Herstellerverzeichnis möglich. Die Eignung der getesteten Hilfen muss in der Regel durch eine ärztliche Verordnung mit fachlicher Stellungnahme bestätigt und dem persönlichen Antrag auf Leistungen zur Kostenübernahme beigefügt werden. Rehabilitationsträgern steht ein Budget zur Verfügung, um Menschen mit Behinderungen bedarfsgerecht angemessene Unterstützung für die von ihnen benötigten Hilfen zu gewähren. Antragsteller können sich auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches (SGB) IX an die gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation wenden. Die Adresse der zuständigen Servicestelle in Wohnnähe ist bei der gesetzlichen Krankenkasse oder im Internet zu erfahren.

Mein ganz besonderer Dank gilt Christian Hille und dem Team des bundesweiten Kompetenz- und Referenzzentrums "barrierefrei kommunizieren!", die das Erscheinen der Publikation bzw. ihre Neuauflage ermöglicht haben. Ich wünsche viel Erfolg auf dem Weg zu Computer und Internet -- einem Weg in die Zukunft.


Ihr Thomas Hänsgen
Geschäftsführer der Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH


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