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Kursangebot 2010 in Berlin

Unterstützende Computertechnologien für Menschen mit Behinderungen 

Die Nutzung von Computer, Internet oder Handy eröffnet für alle Menschen berufliche Perspektiven und hilft, den Alltag selbst bestimmt zu bewältigen. Behinderungsbedingte Nachteile können durch unterstützende Computertechnologien und speziell angepasste Computerarbeitsplätze ausgeglichen werden. barrierefrei kommunizieren! in Berlin bietet Workshops für Multiplikator/inn/en, Arbeitgeber/innen, Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen, Auszubildende, Schulklassen und allen Interessierten, die mehr über unterstützende Computertechnologien erfahren möchten.

Wichtig:
Alle Workshops können individuell kombiniert und nach Absprache auf verschiedene Zielgruppen (z. B. Ergo- bzw. Logopäd/inn/en etc.) zugeschnitten werden! Auf Anfrage auch Workshops zu anderen unterstützenden Computertechnologien. Weitere Infos in unserer Online-Datenbank.


Übersicht


Unterstützende Computertechnologien für Menschen mit Behinderungen – Ein Überblick

Christian F. ist blind. Bücher "liest" er hörend - mit seinem mobilen Lesegerät. Sara fällt das Schreiben aufgrund ihrer Spastik schwer. Mit einem Notebook und einer Spezialtastatur in der Schultasche, kommt sie trotzdem in der Schule mit. Dimitri W. spricht nicht, mit seinem "Talker" kann er an seinem Arbeitsplatz in einer Behindertenwerkstätte kommunizieren. 3 Beispiele, die die Möglichkeiten unterstützender Computertechnologien (UCT) illustrieren, Menschen mit Behinderungen Teilhabe in Alltag, Ausbildung und Beruf zu ermöglichen. Der Workshop bietet einen Überblick über das breite Feld der UCT und ihren Anwendungsmöglichkeiten. Die Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit, UCT selbst zu erproben. Vertiefungsworkshops zu den einzelnen Technologien können nach Absprache ergänzend belegt werden.

Inhalte:

Termin: nach Absprache
Teilnehmer: 4 – 12
Umfang: 4 UE
Kosten: 80 Euro/Person


Barrierefreie Lern- und Trainingssoftware

Es gibt eine Vielzahl von Spiel-, Lern- und Trainingssoftware für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderungen. Die Bandbreite reicht von der Unterhaltungssoftware mit Lernanspruch über Software, die für den therapeutischen Einsatz entwickelt wurde bis hin zu Software, die zur Förderung verschiedener Leistungsbereiche dient. In diesem Workshop wird Lernsoftware vorgestellt, die speziell für den Einsatz im Elementarbereich bzw. Grundschulalter entwickelt wurde. Lernsoftware kann sinnvoll den pädagogischen Alltag unterstützen, da sie individuell auf unterschiedliche Kompetenzniveaus abgestimmt werden und gleichzeitig in gemeinsamen Spiel- und Lernsituationen zum Einsatz kommen kann.

Inhalte:

Termin: nach Absprache
Teilnehmer: 4 - 12
Umfang: 3 UE
Kosten: 60 Euro/Person


Eingabehilfen – Nützliche Helfer für Menschen mit und ohne Behinderungen

Eingabehilfen können den Umgang mit dem Computer für Menschen mit und ohne Behinderungen erleichtern. Sie sind häufig bereits in das Betriebssystem und/oder den Browser integriert oder nachträglich einfach installierbar. Eingabehilfen können ohne technisches "Spezialwissen" aktiviert und konfiguriert werden. Für Menschen mit motorischen Einschränkungen oder einer Sehbehinderung gibt es verschiedene Wege, den Zugang zum Computer zu erleichtern. Beispiele sind die Einrastfunktion für die Einhand- bzw. Einfingerbedienung einer Tastatur oder die vergrößerte Darstellung von Bildschirminhalten.

Inhalte:

Termin: nach Absprache
Teilnehmer: 4 - 12
Umfang: 3 UE
Kosten: 60 Euro/Person


Alternative Zugangstechnologien – Alternativen zu herkömmlichen Tastaturen und Mäusen

Inzwischen gibt es viele verschieden konzipierte Tastaturen, Computer-Mäuse und ähnliche Eingabegeräte, die entweder vorbeugend die Risikofaktoren für Gesundheitsbeeinträchtigungen minimieren oder die Bedienung für Menschen mit Behinderungen ermöglichen sollen. Im Computerarbeitsplatz-Testzentrum steht eine Vielzahl von alternativen Zugangstechnologien zur Verfügung, die während des Workshops erklärt und ausprobiert werden.

Inhalte:

Termine: Nach Absprache
Teilnehmer: 4 - 8 Personen
Umfang: 4 UE
Kosten: 80 Euro/Person


"Man kann nicht nicht kommunizieren" (Paul Watzlawick) – Möglichkeiten der (elektronisch unterstützten) Kommunikation

Kommunikation ist mehr als der Austausch von Worten – auch Körpersprache, Mimik und Gestik, wie z. B. Gebärden oder das Zeigen auf Symbolen gehören dazu. Wer nicht (mehr) sprechen kann, dem stehen Alternativen zur Verfügung, deren Einsatz von den individuellen Möglichkeiten abhängt: Ein Erwachsener, der bei einem Unfall seine Stimme verloren hat, hat andere Kommunikationsbedürfnisse als ein nicht sprechendes Kind.

Mittlerweile gibt es verschiedenste technische Hilfen, die den zwischenmenschlichen Austausch erleichtern (z. B. Kommunikationssoftware mit Sprachausgabe; Augensteuerungssysteme, die die Steuerung eines Computers mit den Augen ermöglichen; Einsatz von Spracherkennung zur Simultanübersetzung von gesprochenem in lesbaren Text u. a.) Auch einfache (z. T. kostenlose) Computertechnologien, z. B. Text-to-Speech-Editoren, die geschriebenen Text "vorlesen" können oder eine Textbausteinverwaltung, aus der Aussagen für eine schnelle Kommunikation abgerufen werden, können Kommunikation unterstützen. Selbst der Einsatz einer Lerntastatur mit farblich gut erkennbaren und unterscheidbaren Zeichen kann eine Kommunikationshilfe sein. Wie, das erfahren Sie in diesem Workshop. Die TN erhalten einen Überblick zu den Möglichkeiten (elektronisch) unterstützter Kommunikation, die auf authentischen Fallbeispielen aus der Beratungspraxis von "barrierefrei kommunizieren!" beruhen.

Termine: Nach Absprache
Teilnehmer: 4 - 8 Personen
Umfang: 4 UE
Kosten: 80 Euro/Person